Mut steht am Anfang, Glück am Ende.
22. November 2009
8. November 2009
Snapshot: Starshoes
die aktuelle diesjährige Sommermode, die sich hier an einem samstags Nachmittag im schanzenfest gezeigt hatte
zeigt so ziemlich die ganze Vielfalt die es noch im schanzenviertel gibt bevor hier demnächst
edelboutiquen aufmachen – schade wäre es drum.
5. November 2009
Acetonitril-Verknappung
Auswirkung der Weltwirtschaftskrise im Labor
19.02.2009: Ganz überrascht stellte ich um Weihnachten herum fest, dass mein Lieblingslösungsmittel
Acetonitril in Deutschland nicht mehr lieferbar war. Dieser Lieferengpass hat sich in den vergangenen Wochen leider nicht wieder entspannt. Statt dessen weisen die Lieferanten im Internet darauf hin, dass es weltweit auch mittelfristig kein Acetonitril geben wird.
Wie kann das sein? Acetonitril wird als Abfallprodukt bei der Acrylnitril-Herstellung gewonnen. Acrylnitril ist ein Ausgangsprodukt für Textilfasern und für die Kunststoffindustrie. Die wiederum leidet zusammen mit der Automobilindustrie unter den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise.
Zum Glück habe ich noch ein paar Flaschen Acetonitril im Schrank. Vielleicht sollte ich die für 1000€ den Liter bei ebay anbieten?
11.3.2009: Gerade habe ich mit einem großen Chemikalienhändler telefoniert. Es gibt immer noch kein Acetonitril, obwohl die Firma auf ihren Internetseiten die Produkte mit (altem) Preis anbietet.
13.10.2009: Wie ich aus gut unterrichteten Chemikerinnen Kreisen erfahren habe, besteht nun keine Acetonitril Verknappung mehr, sondern man kann sich neuerdings recht preisgünstig mit dem Zeug bevorraten.
5.11.2009: Acetonitril ist wieder auf dem Markt und wird von einschlägigen Händlern zum Aktionspreis angeboten. Begleitet wird das Angebot von dem dezenten Hinweis, dass die Preisentwicklung des Lösungsmittels nur schwer vorhersehbar ist. Sollen wir etwa hamstern? Eine 2,5 L Flasche mit guter HPLC-Qualität ist jetzt schon für ca. 40 € zu haben. Das ist deutlich billiger als vor der Krise. Im letzten Jahr kostetet dasselbe Produkt ca. 70 € . Tja, es sind scheinbar inzwischen viele Anwender auf Alternativen ausgewichen und damit so glücklich, dass sie gar kein Acetonitril mehr wollen. Ich werde die Preisentwicklung weiter beobachten.
4. Oktober 2009
Hamlet & Harald Schmidt / Kunst gegen Kohle (GCMR7M)
Das Hamletsche Musicaltheater von und mit Harald Schmidt jüngst im Deutschen-Schauspielhaus in Hamburg gespielt
und durch den Blogger hier kurzweiligst unterhalten begutachtet, könnte durchaus das Motto des Mysterie Caches „Kunst gegen Kohle“ GCMR7M
gewesen sein, wenn es nicht doch einen anderen mehr gewerkschaftlich-solidarischen Hintergrund gehabt hätte, liegt aber
rein geographisch auf der gleichen Bühne.
(Schade dass es eigentlich immer noch keinen Friedrich Stuensee-Cache „der Besuch des Leibarzt“ gibt, fällt mir dazu mal ein)
Nichtsdestotrotz trifft das Motto des Döschens den Kern im Pudel aufs Genaueste und lässt einen darüber schmunzeln
wie denn und womit denn das Ensemble und die Intendanz des Schauspielhauses gebeugt worden ist
um dem vordergründig leichtfüssig bestrumpft auftretenden, etwas schenkelklopfenden Shakespearschen Schauspiel um Hamlet
und das dänische Königshaus zwei Abende Platz zu machen so orakelhaft visionär ist dieser benannt.
Vermutlich hat man mit einem bezahlten Ensemble-Betriebsausflug (Quadfahren in der Lüneburger Heide) mit anschliessender all-inclusive
Verpflegung bei Wein/Weib&Gesang geködert ohne zu erzählen, dass die Schauspielgruppe aus dem Stuttgart-Schwäbischen einfällt
um hier ein Musical in Katja Epsteins Sinne „Wunder gibt es immer wieder“ bzw Schauspiele können ja auch Spass machen und man
muss sich gar nicht ausziehen, aufzuführen.
Ausziehen? na ja, also ein klitzekleines wenig war dann doch zu sehen, denn bei dem sex-pistols stück sah man einen Hintern in Zadecks „Andy“ Manier.
Resumee: Das Hamburger Publikum hat gedarbt endlich mal etwas Nettes&Unterhaltsames verschlungen mit philosofieschwerem Inhalt geniesen zu können,
dass es zurecht „standing ovations“ und Szenenapplaus (im Schauspielhaus!) gab. Man hat dem gesamten Ensemble angemerkt wieviel Spass
das Schauspielen machen kann. Zur Unterstützung gab es da noch diese grossartig spielende Kapelle die mit Verve, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, gespielt haben.
Musik gab es in den Stilrichtungen von Deutschrock, Punkrock, Pop, Schlager, Musicalschmachtfetzen und Oper.
Im besten Sinne trifft dies wahrscheinlich das Shakespearschen Schauspiel und dessen Geist als Mix von Unterhaltung Witz, Tiefsinn und Männer in Strumpfhosen!
17. August 2009
Bilder aus Ohlsdorf: der Friedhof als gelebte Geschichte
Neulich beim Besuch auf dem Hamburger Grossfriedhof – Ohlsdorf, ist mir klar geworden auf wieviel gelebte Geschichte man hier auf Schritt und Tritt stösst. Geschichte auch im Zeichen von Wandel des Geschmacks, der Kunst der Darstellung, des Willens und Wollens von bildhaftem Weiterleben und Andenken.
Es ist erstaunlich mit welch freimütiger Erotik hier nymphenhafte Blosheit zur Schau gestellt wird und welche Arten von Verknüpfungen mit dem Tod hier wohl bestanden haben mögen.
Ein letzter Ort der Ruhe und Besinnlichkeit tut dieser urbanen hanseatischen Gesellschaft sicher gut und ist ein Gegenentwurf zu der sonst grassierenden Party, Spass, Trink und Grillsucht.
Hier ein paar kleine Bilder und Impressionen ganz aktuell noch warm aus der Kamera:
Ein zwei Caches gibt es hier auch zu finden. Einer ist ganz interessant am jüdischen Teil des Friedhofs, der sich ein wenig abseits befindet:
5. August 2009
Das Hamburger StadtRAD – Erste Erfahrungen
Seit dem 10. Juli sind sie ein neuer Farbtupfer in Hamburgs Straßen: Die roten Stadträder.
Die erste halbe Stunde ist kostenlos; danach kostet die Minute zwischen 4 und 8 Cent – maximal 12 Euro für einen ganzen Tag. HVV-Abonnenten bekommen es etwas günstiger. Man muss sich im Internet registrieren, überweist 5 Euro Startgebühr und darf die dann abradeln. Es ist also nicht teuer! Wer einen HVV-Fahrschein spart ist mit dem StadtRAD schnell im Plus.
Ich komme jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einer Ausleihstation vorbei und sehe, dass die Räder eine große Fluktuation haben: Morgens stehen dort 12 Räder, nachmittags sind fast alle weg. Überall fahren sportliche Hamburger und Touristen auf den lustigen Rädern herum. Kommt eigentlich nachts jemand, der die Räder wieder gleichmäßig über die Stationen verteilt?
Wo kann man mit dem StadtRAD hinfahren? In der Innenstadt, also dem Altstadtring, gibt es sehr viele Ausleihstationen. Aber westlich von Altona, östlich von der Wartenau und nördlich der Alster kommt nicht mehr viel. Schade auch, dass keine einzige Station in der neuen Hafencity ist. Am Viewpoint beim Kreuzfahrtterminal wäre der perfekte Standort. Trotzdem kann man jetzt viele kurze Wege ganz spontan mit dem Rad machen. Eine wunderbare Gelegenheit für ein paar sportliche Minuten im Alltag! Ganz Geizige können das StadtRAD alle 30 Minuten wechseln und zahlen dann gar nichts mehr. Am Wochenende habe ich auch schon Stadträder in Finkenwerder gesehen. Das ist dann ein typischer Tagesausflug für 12 Euro. Wenn man erst mal auf dem Rad sitzt findet man als Neuling nur durch Zufall die nächste Rückgabestation. Man muss also vorher planen oder unterwegs die Hotline anrufen. Warum klebt nicht ein Plan mit den StadtRAD-Stationen auf dem Rad??
Die Räder machen einen robusten Eindruck, haben 7 Gänge, keinen Rücktritt, einen höhenverstellbaren Sattel, Bügelschloss und sogar ein wenig Gepäckträger. Sie sind ziemlich hart gefedert, aber für eine 30-Minuten Tour ist das völlig o.k.. Das Ausleihen ist beim ersten Versuch ein Abenteuer. Lasst euch nicht von der Leseschwäche der Terminals abschrecken! Ein paar Versuche und das Gerät gibt nach! Wer, so wie ich, die Stelle nicht findet wo man den vierstelligen Code am Fahrrad eintippen muss, kann die Hotline anrufen und es wird schnell geholfen. Für Frauen (?) ist es echt schwer sich den vierstelligen Code für die Rückgabe zu merken, während man andere Zahlen am Terminal eintippt. Ich habe schlaue Radlerinnen mit Bleistift und Papier gesehen, das mache ich nach! Männer haben bei diesem Problem nur ein müdes Lächeln auf den Lippen. Nett finde ich, dass man bei jedem Entleihvorgang gleich ins Gespräch mit anderen Radlern und Interessenten kommt. Ein außerordentlich kommunikatives System!
Ich bin ein großer Fan aller öffentlich verfügbaren Transportmittel und war schon vom Radentleihsystem in Kopenhagen begeistert. Toll, dass Hamburg nun auch sowas hat!!
Das StadtRAD ist ein gutes Zeichen für eine radfahrerfreundliche Verkehrspolitik in Hamburg. Wir wollen mehr davon!

3. Juli 2009
Geocaching.com heute nicht übers Inet erreichbar
Da kann ich natürlich so lange ich will probieren die Details meines „Krieg und Friedens“ Caches aus den Geocaching Seiten zu nehmen und bekomme immer nur ein
„timeout“ bzw „Server not found“ angezeigt, so dass ich schon vermutete, dass evtl die Unterseekabel zwischen Holland und Deutschland von einem Flussbagger durchtrennt worden wären.
Es ist wohl dann doch kein Käsebagger gewesen sondern ein Brand infolgedessen die Sprinkleranlage die Server und das Notstromaggregat ins ganz reale Nirwana geschickt haben.
Das nennt man dann wohl Pech, wenn man das Wochenende cachen wollte und wollte sich die Details erst heute, ganz aktuell, runterladen. Na ein Glück ist ja Schanzenfest und sommersonnige Relaxtemperaturen sind ja auch angesagt.

Orginalinformationen aus erster Hand können hier in Jeremy Irishs Twitter Blog nachgesehen werden.
Nachtrag:
Seit 15 Uhr geht der Server nun auch schon wieder. Geocaching.com ist also wieder erreichbar aber evtl noch ein wenig schwach auf der Brust ob des aktuellen Ansturms.
Diätfrei abnehmen?
Ernährungslehren sind die modernen Religionen. Sie werben mit verführerischen Versprechungen allein durch die richtige Auswahl der Nahrungsmittel ganz diätfrei Gewicht zu verlieren. Abnehmen ohne Sport und ohne Hungern ist ein faszinierender Gedanke. Trennkost und Low Carb Diäten sind zurzeit sehr populär. Viel spannender finde ich persönlich einfallsreichere Konzepte
wie die Ampel-Diät oder die Blutgruppen-Diät. Geocachingblogbuch testet für Sie die Alphabet-Diät. Das Bild zeigt Tag 1, an dem nur Lebensmittel mit dem Anfangsbuchstaben „A“ erlaubt sind. Wir freuen uns schon auf morgen (Bockwurst und Bratkartoffeln) und übermorgen (Cheeseburger und Cola).
Vielleicht versuchen wir auch mal die mentale Diät bei der man sein Wunschgewicht einfach ausdauernd visualisiert.
21. Juni 2009
Fahrrad-Sternfahrt am 21.6.09 in Hamburg
Heute fielen der autofreie Sonntag und die Fahrrad-Sternfahrt zusammen.
Gleichzeitig war ab 13 Uhr verkaufsoffener Sonntag in der City und die Hamburger Hochbahn nutzte das große Fahrgastaufkommen für Werbung in eigener Sache entlang der Willy-Brandt-Straße.
So konnte man mit der Sternfahrt quasi mit dem Rad in die City fahren und einkaufen. Ich denke aber, dass die meisten der 18.000 Radler und Radlerinnen nicht wirklich Interesse am Shoppen hatten. Sie traten ein für „Mehr Fahrräder – weniger Autos – fit fürs Klima“ und zeigten durch ihre Präsenz, wie groß das Interesse am Radfahren in Hamburg ist. Die ganz harten Cracks starteten um 6:30 in Itzehoe um 7:15 in Lüneburg oder um 8:00 in Stade um gegen 13:30 den Rathausmarkt zu erreichen. Zwischendurch konnte man an vielen Treffpunkten dazustoßen – zum Beispiel um 11:45 an der Ostertraße in Hamburg Eimsbüttel. Die aufregendsten Routen führen über die Köhlbrandbrücke, die für die Radler heute zeitweise komplett gesperrt wurde. Von Norden kommend leitete die Polizei die Gruppe durch denn Wallringtunnel, der ja auch sonst nur den Autos vorbehalten ist. Also ein Abenteuer auf dem Rad und ein politisches Statement gleichermaßen.


16. Juni 2009
Straßenfest in der Wohlwillstraße
Gegen Umstrukturierung, Kommerz und Mietwucher.
Das Staßenfest in der Wohlwillstraße und in der Brigittenstraße in Hamburg St. Pauli am 13. Juni traf den Nerv der Anwohner. Die Szene feierte sich bei bestem Wetter und flanierte über den den Anwohnerflohmarkt und genoss das kulinarischen Angebot. Es gab überwiegend private Stände; und war doch mal ein „Kommerzieller“ dazwischen, war es bestimmt ein Anwohner.
17. Mai 2009
Tracks vom Garmin auf Openstreet hochladen
Wenn man erstmal so eine schicke Openstreetmap (z.dt. Lizens-Freie Straßenkarte) auf sein Garmin geschoben hat (Wie das geht, siehe Artikel weiter unten!), kommt früher oder später der Wunsch hoch, dass man seine Lieblingsfahrradwege dort gerne als gezeichnete Wege sehen möchte, gerade auch dann wenn der eine oder andere Durchgang dort nicht vorhanden ist. Diese Art der Grasswurzelstrassenkarten nach dem Wikipediaprinzip lebt also vom Mitmachen. Die Frage ist nur wie kann man hier mitmachen?
Man kann zum Beispiel nach einem schönen Radausflug einfach den Track auf Openstreetmap zur allgemeinen Verfügung hochladen und daraus können dann Andere diese Radwege aufnehmen.
Jetzt zu der Frage, wie das eigentlich geht:
(Nach dem Tracken und wieder zuhause)
1) Man schaltet sein Garmin ein und geht auf die Einstellungsseite und dort speziell auf den Punkt „Schnittstellen“ und kann dort „USB Massenspeicher“ aktivieren. Damit schaltet sich das Gerät praktisch aus und fungiert nun als USB Stick. Verbindet man dann ein USB Kabel zwischen Gerät und PC findet man ein neues Laufwerk in seinem Datei Explorer und kann dann die GPX Datei(-en) in einen Ordner seiner Wahl kopieren. Praktischerweise sind die Dateien nach Datum benannt, so dass man sich recht einfach bei den Dateinahmen zurechtfindet.
(Siehe Bilder)
Anschliessend startet man seinen Internet-Browser mit www.openstreetmap.org
und kann sich dort einloggen (bzw einen Account einrichten). Es ist ein wenig unübersichtlich
und schwer zu finden. Die beiden weiterführenden Links befinden sich rechts oben in blauer Schrift.
Hat man das erledigt, dann findet sich oberhalb der Karte ein neuer Karteireiter mit Namen „GPS Traces“.
Anklicken und dann nochmal auf „See Just your traces or upload a trace“ klicken, dann kann man endlich
seinen Track den man vorher auf ein Verzeichnis kopiert hat hochladen.
Quick Link zum Hochladen: http://www.openstreetmap.org/traces/mine. Nach dem Anmelden ist man sofort beim Hochlademenu.
6. Mai 2009
GPS-Cachertaschen
..die echten GPS-Cachertaschen sind ein ganz besonderes Kapitel für sich und schon ganze Foren zerfetzten sich bei der Diskussion was wohl die einzige wahre und perfekt praktische Tasche zum GPS Vermessung ist.
Natürlich gibt es gar keine Diskussion darüber, denn mit der GPS-Vermesser-und-Cachers-Handschellen-Tasche
GVuCHT hat man das praktische schweizer Taschenmesser sozusagen schon um die Schulter und auch
bei abendlichen Anlässen die evtl vor einem mitternächtlichen Nachtcaching Abenteuer liegen macht Frau damit eine mehr als gute Figur.
Als ganz besonders hilfreich haben sich natürlich, wie ja offensichtlich ist, die allzweckbereiten Handschellen erwiesen die bei inflagranti ertappten GPS Verstössen sofort zum Einsatz kommen können.
Was nicht so offensichtlich ist, sind die ganzen eingebauten 007liken Nickligkeiten wie TaLa, Springermesser, Nähzeug, Laserschwert, Haarbürste, Lipstick mit cateye Pigmenten und so weiter und so fort
(was natürlich verständlicherweise hier nicht weiter ausgebreitet werden darf).

ehemaliger GPS Cacherinnen Taschendream
5. April 2009
Hier soll eine kleine Liste entstehen de…
Hier soll eine kleine Liste entstehen der Orte/Stellen
die man gerne mal besuchen möchte aber evtl aus Entfernungsgründen nicht gleich bewerkstelligen kann:
Mein erster Eintrag gilt den ehemaligen Moabiter Gefängnis
und den Goecachen „Die vergessenen Beamten“ bzw. „In Fesseln“
Schon spannend dass die Wärter und Insassen irgendwie aufm Friedhof zwar getrennt
aber doch ganz schön eng zusammen sind, so dass sie sich jetzt in der Hölle womöglich
mit umgekehrtem Vorzeichen bewachen.
Das Olympia Dorf bei Dallgow-Döberitz muss auch mal besucht werden.
Mal sehen ob sich da das eine oder andere Cache auch verirrt hat..Sonst besuche
ich das eben so. Lost Places sind ja allemal interessant.

30. März 2009
Hamburger Frühjahrs-Dom
Der Hamburger Frühjahrs-Dom ist eröffnet und damit ist selbst in Hamburg offiziell der Frühling ausgerufen.
Noch ist es abends leider noch so lausig kalt, dass man dringend und ganz wichtig ein wärmendes Getränk oder zumindest eine Süssigkeit als Überlebensration zu sich nehmen sollte. Da bieten sich so süsse rosa Zuckerbäckerbuden idealerweise an und ist deshalb meine erste kleine Impression und diese ist ganz aktuell.

Es gibt dort natürlich auch Fahrgeschäfte damit einem hinterher wieder schön schlecht wird.

22. März 2009
Nanotechnologie in Socken
Nanotechnologie ist ein aufstrebendes Forschungsfeld. Auch wenn bisher wenig über die toxikologische Wirkung von Nanopartikeln wie Nanosilber bekannt ist, sind Produkte mit Silbernanopartikel auf dem Vormarsch. So werden zum Beispiel Sporttextilien und Socken zur Vermeidung von Körpergeruch mit Nanosilber ausgestattet. Diese Socken reduzieren den Fuss-Schweißgeruch, weil das Silber auf den Fasern antibakteriell wirkt. Also haben Männer keine Käsefüße mehr nach dem Joggen.
Aber was passiert wenn diese Socken gewaschen werden? Amerikanische Forscher haben das untersucht und herausgefunden, dass die Waschstabilität des Nanosilbers nicht bei jeder Socke vorausgesetzt werden kann. Man möchte ja schließlich die teuer bezahlte (etwa 20 Euro pro Sockenpaar) Nanosilberbeschichtung nicht schon nach der ersten Wäsche verlieren, auch wenn solche Socken bis dahin länger auf akzeptablem Geruchslevel durchhalten als vergleichbare Bekleidungsstücke. Die amerikanischen Forscher kauften sich sechs Paar Socken und setzten jeweils eine Socke pro Paar einer Serie von simulierten Waschvorgängen aus; die andere nicht. Die Studie zeigt, dass einige Socken ihr Silber komplett beim ersten Waschgang abgaben, einige Socken dies erst nach und nach taten und andere kaum Silber beim Waschen verloren. Schwedische Forscher kamen zu vergleichbaren Ergebnissen.
Analytisch kann man relativ einfach messen, wie viel Silber von der Socke ins Wasser übergeht. Schwierig wird es, wenn man zwischen nanopartikulärem und anderem (ionischem) Silber unterscheiden will. Dazu sind elektronenmikroskopische Techniken erforderlich, die die Partikelgröße erfassen. Es ist also schwer nachweisbar, ob die Socken wirklich Nanosilber enthalten oder „nur“ gut wasserlösliche Silbersalze.
Nanopartikel, die ganz offensichtlich aus den Socken über das Abwasser in die Umwelt gelangen, sind unter Umständen mit bisher unbekannten Risiken behaftet. Silber in der Umwelt ist kein neues Problem (man denke nur an Fotofilme), trotzdem ist nanopartikuläres Silber ein schwer einschätzbares Risiko und neue Produkte drängen auf den Markt – neue Anwendungen werden erschlossen.
Ziemlich abgefahren finde ich Zahnpasta mit Nanosilber, oder die Idee Waschmaschinentrommeln und PC- Tastaturen damit zu beschichten. Ich denke daher, dass der Verbraucher selbst entscheiden können sollte, ob er mit Nanopartikeln ausgerüstete Socken, Unterhemden, Einlegesohlen usw. kauft oder nicht. Der Verbraucher ist meist völlig ahnungslos, was diese Anti-Geruchs-Ausrüstung bei Textilien beinhaltet. Was fehlt ist eine Kennzeichnungspflicht.
Und ich wüsste gern ob die Hersteller die Socken tatsächlich nachhaltig mit metallischem Silber beschichten. Silbersalze, die sich mit der ersten Wäsche verabschieden, entsprechen so wenig der Verbrauchererwartung, dass ich mich als Käufer getäuscht fühlen würde. Wann kommt die erste Untersuchung von Stiftung Warentest für Nanosilber-Socken??
21. März 2009
Publizieren in der Wissenschaft – Die Koautoren
Die Liste der Autoren ist das Wichtigste am ganzen Artikel. Wer draufstehen soll kann schon im Vorfeld der Publikation zu großen Konflikten führen. Üblicherweise werden alle Personen genannt, die einen substanziellen Beitrag zum Manuskript geleistet haben. Entweder haben sie Daten produziert, komplizierte Auswertungen gemacht oder auch wichtige Ideen beigesteuert. Wer „nur“ das Forschungsprojekt geleitet oder die Mittel (z.B für Acetonitril) eingeworben hat muss nicht automatisch erwähnt werden. Meist wird es aber doch gemacht, wenn es sich zum Beispiel um den Doktorvater handelt. Man kann sich streiten, ob das gute wissenschaftliche Praxis ist.
Dabei steht an erster Stelle der Name der Person, die die Hauptarbeit geleistet und den Artikel geschrieben hat. Die Wichtigkeit der Autoren nimmt dann in der Reihenfolge der Nennung in der Autorenliste ab. Wenn es zu unübersichtlich ist nennt man die Koautoren einfach in alphabetischer Reihenfolge. Aber Achtung: Der letzte in der Reihe ist oft genauso wichtig wie der Erstautor, denn hier steht traditionell der Name des Arbeitskreisleiters. Man erkennt ihn auch daran, dass er als „corresponding author“ gekennzeichnet ist. Das ist die Person, die den Artikel einreicht und später für Fragen zur Verfügung steht oder Sonderdrucke verschickt wenn die Zeitstelle des Erstautoren längst ausgelaufen ist.
Meine Rat: Viele Koautoren sind hilfreich! Man vergibt sich nichts, wenn man im Zweifelsfall einen zweiten oder dritten Namen nach dem eigenen nennt. Die Personen fühlen sich geschmeichelt und werden sich revanchieren. So habe alle beteiligten am Ende mehr Publikationen und können sich freuen. Ein weiterer Vorteil ist der, dass auf diese Weise die Zahl der Zitate des Artikels steigt. Jeder zitiert natürlich am liebsten seine eigenen Artikel, da er die am besten kennt, sie perfekt ins Forschungsfeld passen und man seine eigenen Artikel ja auch würdigen muss. Man zitiert sich auch deshalb selbst, um den Hirsch-Index zu füttern. Wenn das auch alle zehn Koautoren machen, dann wird der Artikel viel mehr zitiert als wenn nur ein einsamer Name drauf steht und lange Autorenlisten wirken so schön teamorientiert und kooperativ.
Weitere Beiträge in dieser Serie: Publizieren in der Wissenschaft – Die Zeitschrift
13. März 2009
Publizieren in der Wissenschaft – Die Zeitschrift
Die Publikationen sind für jeden Wissenschaftler und jede Wissenschaftlerin mit Ambitionen auf Karriere in der Forschungslandschaft und auf Förderung aus öffentlichen Geldtöpfen das Wichtigste überhaupt. Wer nicht publiziert ist wissenschaftlich so gut wie tot. (o.k. in den Ingenieurwissenschaften kann das anders sein.) Ganze Institute werden daran gemessen wie viel und wie gut die zugehörigen Wissenschaftler publizieren und wie hoch ihr Hirsch-Index ist. Publikationen gehören genau wie eingeworbene Drittmittel zu den zählbaren Erfolgen in der Forschung, die bei jeder Evaluierung abgefragt werden.
Wie findet der aufstrebende Wissenschaftler die richtige Zeitschrift? Zuerst einmal sollte man sich unter den referierten Zeitschriften umsehen. Das sind solche, bei denen eingereichte Manuskripte durch mindestens zwei unabhängige Gutachter anonym geprüft werden. Meist sind referierte Zeitschriften auch indexiert und damit in den im Internet abrufbaren Datenbanken erfasst. Diese Zeitschriften besitzen einen Impact Faktor der ein Maß für den Anteil der in einer Zeitschrift erschienenen Artikel ist, die schnell zitiert werden. Also, wie oft eine Zeitschrift gelesen wird und für wie gut die Artikel von den Lesern befunden werden. Jede Zeitschrift, die stolz auf einen hohen Impact Faktor sein kann, wird an prominenter Stelle auf ihrer Internetseite darauf hinweisen. Nicht referierte Zeitschriften sollte man nicht für die besten Ergebnisse verwenden. Noch weniger Echo kann man von der „graue Literatur“, also Projektberichten, Konferenzbänden oder Dissertationen erwarten, weil diese keine ISBN-Nummer besitzen und/oder nicht indexiert sind. Es ist keine Schande dort zu publizieren – Kleinvieh macht auch Mist – aber man darf nicht erwarten, dass die Artikel dort häufig gelesen oder gar zitiert werden.
Die Sprache in der publiziert wird ist in der Regel englisch. Leider sind die meisten deutschsprachigen Zeitschriften nicht referiert bzw. indexiert, so dass es unter Wissenschaftlern geradezu verpönt ist auf Deutsch zu publizieren („Das liest doch keiner. Kann man nicht lieber ein RICHTIGES Journal nehmen?“). Das ist zwar schade aber ein Opfer an die internationale Wissenschaft. Daneben gibt es noch Paralleluniversen in Russisch und Chinesisch, die kaum Berührungspunkte mit der englischsprachigen Welt haben.
Dann muss natürlich das Thema des Artikels zum Spektrum der Zeitschrift passen. Ein theoretisches Thema passt nicht in eine Zeitschrift, die nur experimentelle Ergebnisse publiziert. Auch diese „scopes“ findet man auf den Internetseiten der Zeitschrift. Ein guter Hinweis sind andere Arbeiten zum selben Thema. Meist sind in der eigenen Liste zitierter Literatur schon viele passende Zeitschriften zu finden.
Wer noch nicht auf eine lange Liste an gut platzierten Publikationen zurückblicken kann, sollte vielleicht erst einmal klein anfangen und nicht gleich das Top-Journal seines Fachbereichs wählen …. andereseits siegt oft die Frechheit und vielleicht sind Sie ja talentierter als Sie glauben. Trotzdem bleiben für die meisten eine Publikation in Nature oder Cell ein Traum. Mein bisher leider noch unerreichtes Ziel ist eine Publikation im Journal of Irreproducible Results.
10. März 2009
Botox – Hintergrundinfos
Botox-Parties sind modern. Jeder will ewig jung bleiben oder zumindest so aussehen. Doch was wird da eigentlich gespritzt? Mich packt das kalte Grausen, wenn ich mir vorstelle ein hoch wirksames Nervengift bzw. einen Biokampfstoff in die Stirn gespritzt zu bekommen. Ist der Jugend- und Schönheitskult á la „Germanys next Topmodel“ wirklich das was wir wollen? Sollten wir nicht lieber in Würde altern oder uns statt der Botox-Spritze lieber ein paar neue Schuhe gönnen?
Botulinustoxin (Botulinumtoxin, Botox) ist ein stark wirksames Nervengift, das zur Faltenglättung gespritzt wird. Botox hemmt den Botenstoff Acetylcholin, der für die Reizübertragung zum Muskel verantwortlich ist. Der gelähmte Muskel kann sich nicht mehr zusammenziehen und das Gesicht wirkt glatter. Gemessen wird die Dosis in Einheiten, die der Menge an Gift entsprechen, die 50% der Probanden (meist Mäuse oder Ratten) nach Injektion in die Bauchhöhle tötet. Die Tiere sterben an Atemlähmung. Dieser Test wird leider zur Kontrolle der Wirksamkeit jeder produzierten Botox Charge benötigt, so dass ein Patient, der sich mit Botox behandeln lässt, auch die Zahl von Tierversuchen erhöht.
Die Dosierung für eine Botox-Injektion ist extrem niedrig: Nur bis zu fünf Nanogramm sind in der Ampulle eines typischen Präparats enthalten. Der größte Teil davon ist ein stabilisierendes Protein, so dass das eigentliche Toxin nur einen Bruchteil davon ausmacht. In dieser Ampulle sind damit weniger als 5 Prozent der Dosis die – intramuskulär verabreicht – für einen Menschen tödlich sein könnte. Die Dosierung ist niedrig, aber würde man sich ebenso sorglos eine Dioxin-Injektion verabreichen lassen? Die Giftigkeit von Botox (akute LD50) ist 1000-fach höher als die von Dioxin! Denn, was viele nicht wissen, Botulinustoxin gilt als einer der giftigsten Stoffe der Welt. Ist es nicht erstaunlich, dass Stoffe aus der Natur diese Liste anführen?
Clostridium botulinum produziert das Gift und ist ein weit verbreiteter Mikroorganismus. Der Keim fühlt sich in geschlossenen Konservendosen wohl und führt zu „Bombagen“, also aufgeblähten Dosen. Clostridium botulinum vermehrt sich in diesen Dosen oder in anderen luftdicht verpackten Lebensmitteln und bildet das Botulinustoxin (= Botox), welches beim Menschen zu Lebensmittelvergiftungen und im Extremfall zum Tod führen kann. Diese Vergiftungen sind aber durch hohe Hygienestandards und konservierende Maßnahmen für Lebensmittel in Deutschland sehr selten geworden. Trotzdem würde ich um eine hausgemachte Blutwurstkonserve mit Überdruck einen weiten Bogen machen.
Und noch eine Verwendung von Botulinustoxin ist bekannt: Es war die Basis für die Entwicklung von Biowaffen während des Zweiten Weltkriegs und zählt heute zum „dreckigen Dutzend“ der Biokampfstoffe. Man kann es zum Beispiel in Briefbomben verschicken.
1. März 2009
Grösster Bahnhof
Einer der grössten Bahnhöfe ist ja bekanntlich der in Büchen.
Wer jemals alle über 140 Gleise abgelaufen ist, weiss sich bahntechnisch
im Nabel der Welt und in dessen Charme, zwischen ehemals bundesgrenzgeschützten Anlagen und neuerdings hier auffindbaren moderne fahrbare Wohnstätten, gefangen. Dieses ehemalige Zonenrandgebiet liegt zwar neuerdings mitten in Deutschland ist aber schon wieder mehr in einer kompletten Randlage als mitten drin
zu sein und hier lassen sich sicher noch einige der schönsten Lost-Places des hamburger Umlandes finden
bzw geile Bahngeocaches verstecken.
Büchen wir werden wiederkommen!





Ganz in der Nähe des Bahnhofs findet man den Geocache GC1856V „Alte Salzstraße Nr. 10″
22. Februar 2009
Was ist eigentlich Greasemonkey?
Jeder kennt es… jeder benutzt es.. es ist sozusagen in aller Munde und doch ahnt man, dass man das Wort gar nicht so genau kennt und befürchtet als Nicht-Muttersprachler, dass es evtl etwas vulgäres oder obszönes bedeutet.
Im Forum von Leo steht dazu das Folgende:
„My dad was an old greasemonkey. He told me all that.
„Schrauber“ oder „Autoschrauber“ ist genauso Jargon wie „greasemonkey“. Es gab/gibt ein wörtliches Äquivalent nämlich „Schmiermaxe“. Dieses Wort steht auch für den Beifahrer bei Motorradgespann-Rennen, ist aber zutreffend, weil dieser Beifahrer in früheren Zeiten i.d.R. auch der Mechaniker war.“
Ach ja und nun warum das Ganze? Wegen dem „Pimp my Geocaching.com2″. Zu finden ist das web-browsing nützliche Tool übrigens auf der Seite eines WordPress-Bloggers: 1) Greasemonkey für Firefox und 2) geo_toms geocaching script und dient dazu so eine Seite einfach besser darzustellen.

































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