Hate Harry: neue Restaurant-Kneipe am Pferdemarkt in Hamburg

Baron = Bar ohne Namen könnte man die neue Restaurant-Kneipe am Neuen Pferdemarkt (Ecke Stresemannstraße) bezeichnen, hätte sie nicht einen für uns unverständlichen Namen, der sich irgendwie scheinbar um Gartenzwerge rankt:  „Hate Harry“. Sei’s drum, heute war Eröffnung und siehe an der Laden war rapppelvoll mit nettem gemischten Publikum und das ist prima so, denn die Ecke hat doch arg gelitten und schon dachte man ein Fluch liegt hier vergraben oder eine Wasserader hindert das Feng-Shui so zu fliessen, dass es Gold und Manna regnet und ein Restaurant Versuch nach dem anderen scheiterte, übrigens meist zurecht an den bisher eher blöden Konzepten.

Die jetzigen Macher setzen auf 80er Mucke mit einer etwas öddeligen/kargen Einrichung und sind damit schanzenlook-kompatibel, was sicher auch die sofortige Annahme bewirkt hat und siehe da es funktioniert. Man sitzt drin und hat das Gefühl die Kneipe wäre hier immer schon gewesen.

Zu Essen gab es natürlich auch und man muss sagen, hey.. da versucht jemand an Soul Kitchen anzuknüpfen und nicht nur Döner und Burger anzubieten, sondern Ausgewähltes und interessant Zusammengestelltes. Leider war heute weder Zeit noch Hunger noch Bonität alles durchzukauen. Aber immerhin – die zwei Teile die wir gewählt haben waren zwar klein aber dafür sehr fein. Es gibt auch eine lustige Weinkarte mit den üblichen netten lyrischen Ergüssen wir „spritziger junger Franzose der im Abgang kräftiger ist als man denkt“.

UPDATE September 2010: Der Charme der Kneipe hat gelitten, denn es stehen jetzt Esstische mit Tischdecken dicht gedrängt bis zum Eingang. Der Tresen stört fast, denn das Hate Harry ist zum Pizza Restaurant geworden. Schade – uns hat es vorher besser gefallen. Ein interessante Entwicklung gab es trotzdem: Die Kellnerinnen haben offenbar Anweisung alle das gleiche schwarze Kleid anzuziehen und blickdichte Strümpfe zu tragen. Jetzt sehen sich die jungen hübschen Damen noch ähnlicher.

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2 Gedanken zu „Hate Harry: neue Restaurant-Kneipe am Pferdemarkt in Hamburg

  1. „Hate Harry“ soll wohl einfach wie Hatari klingen. Ist nämlich von den selben Leuten, und sie wollten es wohl nicht einfach „Hatari IV“ nennen.

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