„Der Alte, der Liebesromane las“ von Luis Sepulveda

Ozelotjagd am Amazonas

Es ist der Kampf des Menschen mit der Natur und die erwischt die Protagonisten im Buch mit voller Wucht: Prall und farbenprächtig. Ein bisschen hab ich mich an T.C. Boyles Wassermusik erinnert gefühlt, aber Sepulveda ist viel südamerikanischer. Der Titelheld, Antonio lebt in einem kleinen Dorf am Amazonas, hat im Dschungel mit den Indios gelegt und kennt sich aus mit der Jagd und dem Überlebenskampf .

Es ist ein kleines Büchlein um das Leben von Antonio und doch ist Platz für einfallsreiche Nebenhandlungen wie den mobilen Zahnarzt im Dschungel gleich auf der ersten Seite und die Geschichte. Gut gefällt mir auch wie Antonio im fortgeschrittenen Alter merkt, dass er lesen kann. Nach dieser Entdecken beginnt er systematisch zu untersuchen welche Art von Büchern ihm wohl am meisten Spaß machen und das sind erstaunlicherweise romantische Liebesromane. Was hätte ich mir wohl an seiner Stelle ausgesucht? Warum das so ist, wie er an seine Bücher kommt und sie liest ist sehr unterhaltsam beschrieben. Es geht bei Sepulveda aber nicht um Bücher, sondern um das Leben – die elementaren Dinge der menschlichen Existenz. Eine echte Entdeckung!

Das Buch bei Bookcrossing

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