„Der Augenblick der Liebe“ von Martin Walser

Der hat es echt drauf, der Herr Walser!

Das ist eher eine literarische Komposition, als eine Geschichte. Das Buch beginnt mit einem Knalleffekt und die erste Seite allein lohnt das Buch in die Hand zu nehmen. Ich musste die Seite mehrmals lesen, um folgen zu können, da der Autor auf Anführungszeichen bei wörtlicher Rede verzichtet. Aber es ist grandios geschrieben! Die beiden Hauptfiguren tanzen auf der ersten Seite in einem Dialog umeinander herum, der den Kern des ganzen Buches vorweg nimmt. Es ist fast Lyrik und natürlich auch der im Buchtitel angesprochene „Augenblick der Liebe“.

Der Autor war schon über 70 als er die Geschichte geschrieben hat: Die Liebe einer jungen hübschen Studentin, zu einem Herrn über 60, der in einer langweiligen Ehe gefangen ist und Experte für einen mir bis dato unbekannten Philopsophen ist (La Mettrie ). Das Thema kennen wir schon von Herrn Walser. Altherrenphantasien, würde ich sagen ;-). Es geht aber für mich eher um die gemeißelten Sätze und die wunderbare Sprache.
Lest die erste Seite!!

Das Buch bei Bookcrossing

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