Unboxing

Dem mordenen Kunden, der viel bei bekannten Internetversandhäusern bestellt, feht eines: Das Einkaufserlebnis. Kein Betreten des Trendgeschäfts, kein gutes Gefühl beim Eigentumerwerb an der Kasse und auch kein Nachhausetragen des neuen Besitzes in einer schicken Tüte. Wir holen statt dessen anonyme Kisten aus der Packstation, oder lassen sie von netten Nachbarn annehmen.

Aber es gibt Kompensation: Unboxing! Früher hieß das schlicht auspacken, aber heute ist das eine eigene Disziplin, mit vielen Suchergebnissen bei Google.

Zum Bespiel diesem hier,

Ich präsentiere heute, voll im Trend, das Unboxing meines neuesten Küchenhelfers als Fotostory.

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Schräge Sache: Humanclock

Ich bin immer wieder beeindruckt von der Kreativität der Leute und ihren genialen Ideen so wie Humanclock und Humancalendar. Der Schöpfer beider Projekte Craig Giffin schreibt auf seiner Seite, dass er sich von der Anfangssequenz der Brady Family inspiriert fühlte als er den Humancalendar erfunden hat. Erinnern Sie sich an diese amerikanische TV-Serie aus dem Jahr 1995? Den Kalender kann man übrigens ganz einfach als Widget in WordPress einfügen.

Für den Kalender muss Craig Giffin die Fotos aus naheliegenden Gründen selber machen. Für die Human Clock, die es sogar in einer analogen Version gibt, können ambitionierte Fans Uhrzeitfotos einsenden und tun das auch zahlreich. Alle digitalen Uhrzeiten sind mehrfach belegt und man kann auf Humanclock.com minütlich unter mehreren eingesandten Fotos wählen. Auf den Bildern muss eine Uhrzeit erkennbar sein und um dem humanen Gedanken zu folgen ist mindestens ein Mensch im Bild nicht schlecht – muss aber wohl nicht sein.

Ab fünf Personen kommt der Bus

Fahrpläne geben nur ungefähr die Abstände an, in denen die Busse an einer Haltestelle ankommen. Gerade zu Stoßzeiten ist kaum ein Bus in Hamburgs Innenstadt pünktlich auf die Minute ….. und das ist auch garnicht nötig, denn ab 5 Personen kommt der Bus!

Achten Sie doch mal darauf: Wenn Sie alleine an einer Haltestelle stehen passiert oft noch nichts; kommen aber beispielsweise vier weitere Fahrgäste dazu, können Sie auch bald den Bus erwarten. Dieses Schätzverfahren ist nach meiner Erfahrung nicht schlechter als ein Blick auf den Fahrplan und geht sogar von der gegenüberliegenden Straßenseite aus.

Abnehmen in 3 Sekunden

Diäten durchhalten ist immer schwierig. Wie schön wäre es doch, wenn man schon nach wenigen Sekunden Ergebnisse sehen könnte. Das geht nicht? Doch das geht!

Abnehmen in 30 Minuten: Rufen Sie eine Begleitung an, die nicht ganz so schlank ist wie Sie selbst und verabreden Sie sich in 30 Minuten in einem Café (Museum, Schuhgeschäft) Ihrer Wahl. Sie werden „relativ“ schlank aussehen.

Abnehmen in 3 Minuten: Wählen sie eine schwarze Garderobe, die nicht zu eng am Körper anliegt. Ein schwarzes Outfit bringt eine optische Reduktion von etwa 5 kg verglichen mit ähnlicher Kleidung in weiß.

Abnehmen in 30 Sekunden: Wenn Sie eine Frau sind, wählen sie hohe Schuhe. Das verlängert optisch die Beine und verbessert die Proportionen. So können Sie noch mal gefühlte 5 Kilo abnehmen verglichen mit flachen Tretern. Die Herren steigen bitte zum selben Zweck in ihr Cabrio.

Abnehmen in 3 Sekunden: Kopf hoch, Brust raus – seien Sie stolz auf sich und zufrieden mit Ihrem Gewicht. Akzeptieren Sie Ihren Körper. Fühlen Sie sich selbst schön, werden auch andere es eher so empfinden. Eine positive Ausstrahlung bringt mehr als eine Diät.

Mehr kreative Ideen zum Abnehmen gibt es hier (ABC-Diät).

… und hier (Hack-Diät).

Hate Harry: neue Restaurant-Kneipe am Pferdemarkt in Hamburg

Baron = Bar ohne Namen könnte man die neue Restaurant-Kneipe am Neuen Pferdemarkt (Ecke Stresemannstraße) bezeichnen, hätte sie nicht einen für uns unverständlichen Namen, der sich irgendwie scheinbar um Gartenzwerge rankt:  „Hate Harry“. Sei’s drum, heute war Eröffnung und siehe an der Laden war rapppelvoll mit nettem gemischten Publikum und das ist prima so, denn die Ecke hat doch arg gelitten und schon dachte man ein Fluch liegt hier vergraben oder eine Wasserader hindert das Feng-Shui so zu fliessen, dass es Gold und Manna regnet und ein Restaurant Versuch nach dem anderen scheiterte, übrigens meist zurecht an den bisher eher blöden Konzepten.

Die jetzigen Macher setzen auf 80er Mucke mit einer etwas öddeligen/kargen Einrichung und sind damit schanzenlook-kompatibel, was sicher auch die sofortige Annahme bewirkt hat und siehe da es funktioniert. Man sitzt drin und hat das Gefühl die Kneipe wäre hier immer schon gewesen.

Zu Essen gab es natürlich auch und man muss sagen, hey.. da versucht jemand an Soul Kitchen anzuknüpfen und nicht nur Döner und Burger anzubieten, sondern Ausgewähltes und interessant Zusammengestelltes. Leider war heute weder Zeit noch Hunger noch Bonität alles durchzukauen. Aber immerhin – die zwei Teile die wir gewählt haben waren zwar klein aber dafür sehr fein. Es gibt auch eine lustige Weinkarte mit den üblichen netten lyrischen Ergüssen wir „spritziger junger Franzose der im Abgang kräftiger ist als man denkt“.

UPDATE September 2010: Der Charme der Kneipe hat gelitten, denn es stehen jetzt Esstische mit Tischdecken dicht gedrängt bis zum Eingang. Der Tresen stört fast, denn das Hate Harry ist zum Pizza Restaurant geworden. Schade – uns hat es vorher besser gefallen. Ein interessante Entwicklung gab es trotzdem: Die Kellnerinnen haben offenbar Anweisung alle das gleiche schwarze Kleid anzuziehen und blickdichte Strümpfe zu tragen. Jetzt sehen sich die jungen hübschen Damen noch ähnlicher.

letzter Tag Alstervergnügen?

Ob es denn gestern der letzte Tag des Alstervergnügens war, weiss man nicht so genau aber immerhin dachten grössere Teile der hamburger Bevölkerung dass sie auch mal das sommerliche Segelrevier zu Fuss überqueren wollten und selbst Bedenken, ob denn die derzeitig schöne tragende Eisdecke noch hält hielt es nicht davon ab es sich bei Glühwein und Klönschnack auf der Alster zu vergnügen und diese mit Kind und Kegel zu überqueren.
Toll war es!
Deswegen nochmal eine kleine fotografische Impression.

Winter 2010 in Hamburg

So eisig und schneebedeckt war Hamburg schon lange nicht mehr.
Nachdem nun seit 4. Advent bis heute ununterbrochen Schnee und Eis in der Natur und auf den Häusern, Gehwegen, Straßen und den Wasserwegen liegt gibt es endlich mal wieder dieses winterliche schneevereiste Bild auf das wir so lange Jahre gewartet haben. Hier sind dazu ein paar Schnappschüsse aus dem Hamburger Hafen.

Demnächst warten wir alle darauf endlich mal wieder auf der Alster Eislaufen zu können. Hoffen wir daß das Wetter mitspielt. Davon wird es dann hier auch noch ein paar Bilder geben.