Stop-doing-list für Geocacher

Überlastete Manager wissen es längst: Die Stop-doing-list ist die letzte Rettung vor zu viel Stress. Auch gestresste Geocacher können davon profitieren und  mit einigen lieb gewordenen Gewohnheiten  brechen, um fortan als entspannter Cacher von Dose zu Dose zu wandeln. Hier unsere Vorschläge für Ihre persönliche Stop-doing-list:

Stop doing:

  • noch vor dem Frühstück die Caches zu loggen, die man gestern spät abends gefunden hat.
  • die gesammelten Cachebeschreibungen inklusive Vorfinderloggs auszudrucken.
  • sich von ungelösten Mysteries und Fragezeichen nahe den Home Coords beunruhigen zu lassen.
  • Tradi für Tradi für die Statistik zu heben, statt sich genussvoll einem gut gemachten Multi zu widmen.
  • immer beim Telefonjoker anzurufen statt einen DNF gelassen hinzunehmen.
  • mehrere Nachtcaches pro Woche zu machen statt mal wieder durchzuschlafen.
  • wegen eines möglichen FTF das Date platzen zu lassen.
  • sich selbst einzureden, dass die Zahl im eigenen Profil eine Bedeutung hat.
  • sinnlose Geocaching Blogs zu lesen.

Neuer Lost Place Geocache „Einheitsfutter“

Ein neuer möglicher „lost place“ Geocache in Hamburg-Wilhelmsburg wartet darauf ausgesetzt und gefunden zu werden, wie sich uns heute bei der österlichen Radtour gezeigt hat. Es ist alles da: zugängliche Straße, abgelegener Ort, verwüstetes Ensemble, was natürlich niemals betreten werden muss/darf und eine Eile, denn lange wird das so hier nicht mehr stehen.

Man kennt das ja schon, kaum ist eine schöne Location gesucht und gefunden und versteckt und wieder gefunden, schon stehen die ersten Makler/Architekten/Investoren/Politiker Schlange um diesem Zustand zurecht den garaus zu machen.
Da sind natürlich Vorfeldpioniere willkommen zeigen in zukünftigen Inquartieren, wo es sich noch lohnen könnte zu investieren. Dem ist halt so und kann wohl kaum gegengesteuert werden. Deswegen Publizität hin oder her.. Hier, in Wilhelmsburg, gehört einer hin.

Allerdings muss man ja sagen, dass „Einheitsfutter“ auch ein schöner Name für ein neues
Restaurant wäre.

Offensive Verstecke

Offensive Verstecke gefallen mir beim Cachen besonders gut. Sie wirken so schön selbstbewusst und sind vielleicht gerade deshalb „unsichtbar“. Vor einigen Tagen ist mit dieser eigenwillige  Cache am Rande einer vierspurigen, stark befahrenen Straße begegne (siehe Foto). Es ist nicht einfach das Vogelhäuschen in über zwei Meter Höhe zu erreichen. Unbeobachtet ist man dabei wohl nur nachts. 😉

Ebenfalls offensiv versteckt ist der Cache GC1BGCN Kaltehofe – Holzhafen in Hamburg. Ein Foto der Location mit einer gewissen Parallele zum Vogelhäuschen rechts im Bild gibts hier zu sehen.

Caching in Riga – Indoor Dosen

Beim Caching in Riga fällt auf, dass viele Dosen innerhalb von Gebäuden gesucht und gefunden werden können. Ein wenig habe ich den Verdacht, dass sich findige Vertreter vom Lettischen Fremdenverkehrsverband und einige lokale Geschäftsinhaber zusammengetan haben, um in Riga für Touristen Dosen zu verstecken. Man kann sie in Museen finden (freier Eintritt), oder aber man geht in ein Lokal, sagt einen geheimen Satz zum Personal und bekommt eine Dose gereicht, die unterm Ladentisch gelagert wird. Das Riga Teahouse hat auf diese Weise täglich ein paar Extra-Gäste, von denen manche auch etwas verzehren, wenn sie erst mal im Laden stehen. Nötig ist das aber nicht, um die Dose zu bekommen. Die Cache-Owner kommen seltsamerweise aus Litauen und nicht aus Lettland.

Mir gefällt die Idee und sie ist in Riga gut umgesetzt, so dass der Spaß beim Cachen erhalten bleibt. In den langen Wintermonaten mögen das die einzigen Dosen sein, die man hier finden kann und nicht jeder hat Lust unter den Augen der sehr präsenten Polizei alberne Suchaktionen zu vollführen. Ich habe zum Beispiel diese beiden Dosen gefunden:

TeaHouse TB Hotel GC2N4BV … in einem Tee-Lokal

Occupation Museum GC1E758 … im Museum der Besatzungszeit

Caching in Essen – Zeche Zollverein

Jede Region hat so ihre Besonderheiten beim Cache-Verstecken. In Essen haben wir natürlich die Kohle-Metall-Vergangenheit, die die Cacher inspiriert hat. Die Zeche Zollverein ist UNESCO Welterbe. Das wusste ich vor meinem Besuch dort auch noch nicht. Ich empfehle stellvertretend für viele andere gute Essener Caches diese beiden Tradis:

Wunderwelt Metallverformung GC13JKG in der Essener Innenstadt und

Großmutter beim GPS Festival GC1YKEY auf dem spannenden Gelände der Zeche Zollverein.

Und noch etwas: In keinem einzigen Cache in Essen haben wir einen Stift gefunden. Schon komisch!

Caching in Helsinki

Ich war vor ein paar Wochen in Helsinki und habe die Gelegenheit genutzt, neben meinen dienstlichen Terminen einige wenige Dosen zu suchen. Diese hier hat mir gut gefallen:

Sibelius Monument GC1JAWP

Das Sibelius Monument erinnert an einen finnischen Komponisten Jean Sibelius und die Dose ist sicher vor Schnee und Regen untergebracht. Als ich gesucht habe, bin ich in durch ca. 30 cm hohen Schnee zum Denkmal gestapft. Das Monument ist hübsch gelegen in einem Park, der im Sommer sicher zu einem Spaziergang einlädt.

Dieses Posting enthält kein Foto, weil es fast stockdunkel war, als ich am Nachmittag unterwegs war. So ist das eben in den Wintermonaten im hohen Norden.

Springtime = Cachingtime?

Ja, der Frühling ist auch hier in Norddeutschland ausgebrochen. Man sieht es gerade jetzt am Wochenende, denn überall lümmelt sich die Macciato fraktion an den Bänken und Tischen und genießt mit Sonnenbrillen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

Auch das Postfach quillt wieder über ob der vielen eingehenden „found“ logs.

Das war also höchste Zeit endlich mal wieder die in Winterschlaf versunkenen Caches zu heben und nach einer längeren Maintenance Tour wieder zu de-archivieren und auf Aktiv zu schalten.

Hamburg von Hinten und Holzhafen sind nun also wieder freigegeben und jeweils mit neuem Final ausgerüstet
und die anderen Caches sind mit neuen & trockenen Logbüchern ausgestattet.

Happy Caching.