Hamburgs erster öffentlicher Bücherschrank

Hamburgs erster öffentlicher Bücherschrank steht im Stadtteil Hoheluft vor der St. Markus Kirche in der Heider Straße nicht weit von der U-Bahn Station Hoheluft. Die Kirchengemeinde hat den Bücherschrank gesponsort und mit Büchern gefüllt. Jeder darf kommen und Bücher tauschen. Die ersten Book-Crossing -Bücher sind auch schon im Schrank aufgetaucht. Der Schrank ist sehr gut bestückt und hat Nobelpreisträger, leichte Urlaubslektüre und Kinderbücher zu bieten. Ein Besuch lohnt sich!

Das Hamburger Abendblatt berichtet über das Ereignis und ebenso die Lokalpresse.

Endlich gibt es in Hamburg auch einen Bücherschrank. In vielen anderen deutschen Städten ist das längt Alltag. Hier gibt es eine Liste aller öffentlichen Bücherschränke in Deutschland, die Sie auf Ihrer nächsten Dienstreise besuchen können.

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Der erste Satz eines Buches …

… ist vielleicht der wichtigste im ganzen Roman. Wer sich hier schon langweilt, oder nicht angesprochen fühlt, liest selten weiter. Jeder Autor gibt sich mit diesem Satz besondere Mühe. Daher wurden auf dem letzten Büchertausch-Treffen in Hamburg nicht nur Berge von Büchern ganz normal getauscht, sondern, es waren auch ein paar geheimnisvoll verpackte Bücher dabei, die ihren ersten Satz als einzigen Hinweis auf der Verpackung trugen. Jeder durfte sich nun anhand des ersten Satzes ein Buch aussuchen und als Osterei mit nach hause nehmen. Es ist gar nicht so einfach, einen aussagekräftigen ersten Satz zu finden, der ein Buch gut charakterisiert, ohne der Überraschungseffekt völlig zu verderben. Die meisten ersten Sätze sind sehr kurz und prägnant und haben schon daher nicht viel Inhalt zu bieten. Im Nachhinein hätte ich lieber das Buch mit dem unten stehenden ersten Satz verpackt, verschenkt oder ausgesucht:

In Front des schon seit Kurfürst Georg Wilhelm von der Familie von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller Sonnenschein auf die mittagsstille Dorfstraße, während nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter Seitenflügel einen breiten Schatten erst auf einen weiß und grün quadrierten Fliesengang und dann über diesen hinaus auf ein großes, in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetzten Rondell warf.

Dieser Satz ist sehr typisch für das ganze Buch und ich finde, man sollte sich ihn wie ein Karamellbonbon auf der Zunge zergehen lassen. Vielleicht verrät er schon zu viel – aber egal. Es ist eine etwa 100 Jahre alte Geschichte, die, wäre sie heute geschrieben worden, als Telenovela im Vorabendprogramm laufen würde. Viel schöner als in den modernen GZSZ-Folgen ist die Sprache in diesem Buch: Phantastische Genitive, indirekte Rede und lange, lange Sätze mit einer zweistelligen Anzahl von Satzzeichen, die für jeden Vorleser eine Herausorderung darstellen. Ein literarisches 3Sterne-Gericht im Gegensatz zur TV-Currywurst.

Diese Buch ist meine literarische Empfehlung der Woche!

(Titel und Autor des Buches sind für Internet-Versierte leicht zugänglich.)

Neuer Lost Place Geocache „Einheitsfutter“

Ein neuer möglicher „lost place“ Geocache in Hamburg-Wilhelmsburg wartet darauf ausgesetzt und gefunden zu werden, wie sich uns heute bei der österlichen Radtour gezeigt hat. Es ist alles da: zugängliche Straße, abgelegener Ort, verwüstetes Ensemble, was natürlich niemals betreten werden muss/darf und eine Eile, denn lange wird das so hier nicht mehr stehen.

Man kennt das ja schon, kaum ist eine schöne Location gesucht und gefunden und versteckt und wieder gefunden, schon stehen die ersten Makler/Architekten/Investoren/Politiker Schlange um diesem Zustand zurecht den garaus zu machen.
Da sind natürlich Vorfeldpioniere willkommen zeigen in zukünftigen Inquartieren, wo es sich noch lohnen könnte zu investieren. Dem ist halt so und kann wohl kaum gegengesteuert werden. Deswegen Publizität hin oder her.. Hier, in Wilhelmsburg, gehört einer hin.

Allerdings muss man ja sagen, dass „Einheitsfutter“ auch ein schöner Name für ein neues
Restaurant wäre.

Tauschticket – kostenlos – das wars!

Kostenlose Tauschbörse – so die „noch“ Eigenwerbung

Tauschticket – das noch kostenlose Tauschportal goes Kommerz und fordert nun ein Transaktionsobulus von knapp 50 Cent (oder wer es noch altmodisch mag – knapp eine Mark) für jeden Tauschvorgang ab dem 4.Oktober.

Was war das nochmal, das Tauschticket, ein Tauschsystem im Internet, für die die es nicht kennen.
Es war mal eine Tauschbörse für gebrauchte Bücher. Man verschickt seine Bücher an einen der es anfordert und bezahlt das Porto und erzählt als virtuelle Währung ein „Ticket“. Damit kann man auf der Börse dann im Gegenzug ebenfalls einen alten Schmöcker erwerben. Die Seite finanziert sich durch Werbung bzw vielleicht durch den Verkauf von Statistikdaten bzw bringt sie eine Art Inflation durch Werbetickets in das Sytem der Ersatzwährung, weil durch Teilnahme an Werbepromotionaktionen Tickets umsonst bekommt. Natürlich funktioniert das als nachhaltiges Geschäftsmodell irgendwann nicht mehr sondern lebt eine Zeitlang noch von der Expansion des Models. Gemäss dieser ökonomischen Maxime handelte auch Tauschticket indem immer mehr und weitere Gegenstände „getauscht“ werden konnten. Das Prinzip „Ein Buch – ein Ticket“ wurde aufgehoben und man konnte nun so viele Tickets für seinen Kram fordern wie man wollte was dann auch pfiffige User prompt ausnutzten. Nun scheint die Expansion das Ende der Fahnenstange erreicht zu haben und um noch weiter noch kommerzieller voranzukommen führt also Tauschticket nun eine Transaktionssteuer ein. Eine Mark vulgo 50 Cent ist also ein gehöriger Batzen für ein altes Taschenbuch für das man dann ja noch das Porto (85 oder 140 Cent) bezahlen muss. Betrachtet man die Werte der Flohmarktbücher stellt man fest (50 Cent Tauschticket, 50 Cent Transaktionsgebühr + 85 Cent Porto = 185 also knapp 2 Euro und das ungefähr sind die Preise auf jedem Flohmarkt. Es lohnt sich also nicht!

Da wie man sieht der Preis in keinem Verhältnis zur erbrachten Leitung bei der einzelnen Transaktion steht, werde ich mich natürlich meine gesammelten Tickets schnel noch umsetzen und dann das System verlassen.. ist ja wirklich völlig witzlos geworden, da es ja um den Tausch von wertlosen Dingen ging. Wo bleibt da überhaupt der Fiskus, denn wo ist denn da die MwSt ausgewiesen!

Es fehlen mir also noch Tips wo man denn nun stattdessen tauschen  kann, denn logischerweise unterbindet Tauschticket solche Wortbeiträge in den eigenen Foren (und durch Änderungen der AGB sind jetzt Hinweise auf andere Tauschbörsen untersagt) die da auf einmal so radikal gekürzt und wie neu ausgesiebt aussehen (stand heute).

Gottesacker – Fotoblog von Michael Wassenberg

Es tat sich was auf den Blogseiten, wenn man speziell an Friedhöfen in Hamburg interessiert ist:

Ein wunderschöner Fotoblog hat seine Pforten geöffnet und lädt ein schaurig-schöne Ansichten
der Hamburger Friedhöfe zu betrachten. Diese schwarze Kunst der besten Schwarz-Weiß Fotografien möchte ich würdigen und
deswegen auch hier die Einladung sich dort umzutun und sich der Magie dieser eingefangenen Momente hinzugeben.

gottesacker.wordpress.com/

spannender Bahncache mit Anrufschranke in Hamburg

Was ist denn eine Anrufschranke? Ich hatte von der Existenz solch technischen Wunderwerks bisher nichts gewusst. Jetzt aber, nachdem ich den schönen Multi GC1FERY „Ding, Dong … Hallo?“ machen durfte, weiss ich bescheid. Allerdings habe ich einen gehörigen Schreck bekommen, als plötzlich der abwesende Schrankenwärter aus dem Off zu uns sprach. Geocaching ist eben doch ein Abenteuer! 

Mein Kompliment an den owner miguelhamburg für das Zeigen dieser witzigen Ecke am Rand des Naturschutzgebiets Höltigbaum im Nordosten Hamburgs. Im Höltigbaum gibt es noch eine Reihe weiterer Dosen, die gefunden werden wollen – am besten mit dem Rad oder zu fuß.

Lage des Caches auf Google Maps

Countdown für Oslo auf dem Spielbudenplatz in Hamburg

Auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn in Hamburg wird morgen eine große Party gefeiert werden, denn es ist Eurovision Song Contest! Stefan Raab hat das Wunder vollbracht, dass die Nation diesem Ereignis wieder entgegenfiebert. Mit Lena Meyer-Landrut hat Deutschland eine perfekte Vertreterin ins Rennen geschickt. Wir hoffen, dass sie mindestens so erfolgreich sein wird wie Guildo Horn mit seinen Nussecken.

Am Samstag den 29.5. um 19 Uhr startet der Event auf dem Hamburger Spielbudenplatz mit Gästen wie Nena, Hape Kerkeling, Unheilig, Xavier Naidoo und vielen anderen Künstlern. Wir haben gehört dass Jan Delay und Culcha Candela auftreten sollen. Wenn das stimmt, wird es sicherlich voll werden.  Ab 20 Uhr beginnt die Eurovisionsübertragung auf der Großbildleinwand.  Heute bei der Probe waren bereits viele Künster anwesend 😉