Neuer Lost Place Geocache „Einheitsfutter“

Ein neuer möglicher „lost place“ Geocache in Hamburg-Wilhelmsburg wartet darauf ausgesetzt und gefunden zu werden, wie sich uns heute bei der österlichen Radtour gezeigt hat. Es ist alles da: zugängliche Straße, abgelegener Ort, verwüstetes Ensemble, was natürlich niemals betreten werden muss/darf und eine Eile, denn lange wird das so hier nicht mehr stehen.

Man kennt das ja schon, kaum ist eine schöne Location gesucht und gefunden und versteckt und wieder gefunden, schon stehen die ersten Makler/Architekten/Investoren/Politiker Schlange um diesem Zustand zurecht den garaus zu machen.
Da sind natürlich Vorfeldpioniere willkommen zeigen in zukünftigen Inquartieren, wo es sich noch lohnen könnte zu investieren. Dem ist halt so und kann wohl kaum gegengesteuert werden. Deswegen Publizität hin oder her.. Hier, in Wilhelmsburg, gehört einer hin.

Allerdings muss man ja sagen, dass „Einheitsfutter“ auch ein schöner Name für ein neues
Restaurant wäre.

OBCZ Unperfekthaus in Essen

Das Unperfekthaus am Limbecker Platz in Essen hat ein eigenes Konzept. Wir haben uns sofort wilkommen gefühlt und gern den Eintritt gezahlt, der jeden Gast berechtigt so viele Softgetränke und Kaffee aus den herumstehenden Maschinen bzw Kühlschränken zu verzehren, wie er will. Neben einem Erlebnis WC, das nur in der Männervariante ein echtes Erlebnis bereit hält gibt es hier eine liebevoll gestaltete Bookcrossing Zone im 4. Obergeschoß. Das deutsche Bookcrossing-Jahrestreffen  (Ruhrcrossing 2010) hat im vergangenen Jahr im Unperfekthaus stattgefunden. Natürlich kann man auch 2011 munter weiter crossen. Die Dachterasse ist ebenfalls sehenswert und hier kann das frisch ercrosste Buch bei einem Getränk schon mal angelesen werden.

Helsinki Souvenirs (2)

Von Reisen bringt man gern kleine Souvenirs mit. Meine Mutter hat zum Beispiel noch eine Sammlung von Schnapsgläsern, die mit den Namen und Motiven von lang zurückliegenden Urlaubszielen bedruckt sind ,im Schrank stehen. Das ist prinzipiell schon mal ein guter Ansatz möglichst kleine Souvenirs zu kaufen, die man platzsparend anhäufen kann. Noch besser finde ich das Konzept der essbaren Souvenirs, denn die sind irgendwann ganz verschwunden.

Auf der Suche nach passenden Souvenirs aus Helsinki bin ich auf die Pfefferminzprodukte gestoßen: Am Minttu Likör kommt man am Flughafen kaum vorbei. Die bekannten Fazer Mint Bonbons haben ihren Ursprung in Helsinki, wie auf der Packung zu lesen ist und zur Abrundung hab ich auch noch leckere Panda Pfefferminzschokolade importiert.

Meine Souvenirausbeute von einer früheren Helsinkireise findet sich hier.

Hamburgs schönste Weihnachtsmärkte 2010

Hamburg ist berühmt für seine zahlreichen und stimmungsvollen Weihnachtsmärkte. Als Tourist wird man auf die Weihnachtsmärkte in der City verwiesen: Auf dem Rathausmarkt, am Jungfernstieg, rund um die St. Petrikirche auf der Mönckebergstraße oder auf dem Gerhard-Hauptmann Platz …… überall gibt es sie. Alle diese Märkte sind festlich, historisch oder märchenhaft und duften nach Weihnachten. Etwas Besonderes ist der Markt auf dem Spielbudenplatz.  Diese Märkte sind immer rappelvoll. Gibt es Alternativen?

Mein Tipp sind die kleinen Märkte in Hamburg. Man muss sich nicht im Gedränge über den Markt schieben, denn bei gefühlten fünf Buden ist man sofort da, darf stehen bleiben und sich freuen. Mehr als Glühwein, Bratwurst und Schmalzgebäck brauche ich nicht und bin daher auch schon mit drei Buden vollauf zufrieden. Man entkommt wunderbar dem Trubel und Gedränge in der Innenstadt und genießt Exclusivität.

Kleine Märkte gibt es zum Beispiel in Eimsbüttel in der Osterstraße Ecke Heußweg oder vor dem S-Bahnhof Sternschanze. Der Glühweinstand in der Ostertsraße verteilt zur Kundenbindung sogar Stempelkarten und das 11. Glas gibts umsonst. Na dann prost!

Käsefüße vor OSM

Jede Woche hat unser Blog etwa 200 Pageviews. Jetzt im Winter ist keine Caching-Saison und daher treten andere Themen in den Vordergrund. Ganzjährig beliebt ist unser Beitrag über OSM Karten für den Garmin. In dieser Woche wurde er knapp geschlagen vom Käsefuß-Artikel, der eigentlich auch besser in den Sommer passt. Einkaufen bei Ikea und Diätfrei abnehmen gehören zu den Themen die uns und unsere Leser bewegen.

Eine beliebte Kneipe am Hamburger Pferdemarkt beschert uns regelmäßig Besucher, genau wie die Artikelreihe „Publizieren in der Wissenschaft„. Unverständlicherweise weniger beliebt ist der Gurkenfahrstuhl und Wissenwerstes über das  Ideal Standard Bad.

Wir danken unseren 200 wöchentlichen Besuchern und laden Sie ein, in der nächsten Wochen wieder zu kommen. Wir freuen uns auf Sie!

1. Mai Schanzenviertel – Halbstarke Autonome greifen erfolgreich eine Bäckerei an

Ein wenig off-topic, aber aus gegebenem Anlass:

Das seit Jahren übliche Ritual der sinnentleerten Randale im hamburger Schanzenviertel, das meist wenigstens zum Teil noch mit Politagitation bemäntelt wurde, ist dieses Jahr zumindest um eine ganz besonders traurige Erfolgsmeldung reicher: Die aus den Vorstädten zugereisten Halbstarken, schön gleichförmig uniformiert mit schwarzen Kapuzenjacken, wollten auch mal richtig kämpfen, nachdem man das schon seit Jahren online am PC durch alle Levels geschafft hat und so richtig den Thrill spüren. Nachdem sie nun aber ein paar Mal von einer kleinen Schar Polizisten durch die Amandastraße gejagt wurden, war der nötige Adrenalinspiegel locker erreicht und die „Schei..Bu…“ Rufe mussten sich wohl Zaum brechen und so wurden Gehwegplatten so lange mit Schmackes auf den Asphalt geworfen bis Teile davon absplitterten bzw wurden Pflastersteine ausgegraben und damit, was für eine Leistung, einer schönen kleinen Bäckerei die 12 Fensterscheiben komplett eingeworfen.

Bravo.. das war ja echt eine Leistung, die ihr da vollbracht habt, also von euch aus gesehen. Genau so wird der internationale Finanzkapitalismus geschockt und aufs Kreuz gelegt. Das sonntäglich vergeblich nach Brötchen anstehende Proletariat wacht damit endlich auf und befreit sich von seinem Geknechtigtsein und ringt seine Unterdrücker wegen des frühstücksonntäglichen Hungers nieder.



Hate Harry: neue Restaurant-Kneipe am Pferdemarkt in Hamburg

Baron = Bar ohne Namen könnte man die neue Restaurant-Kneipe am Neuen Pferdemarkt (Ecke Stresemannstraße) bezeichnen, hätte sie nicht einen für uns unverständlichen Namen, der sich irgendwie scheinbar um Gartenzwerge rankt:  „Hate Harry“. Sei’s drum, heute war Eröffnung und siehe an der Laden war rapppelvoll mit nettem gemischten Publikum und das ist prima so, denn die Ecke hat doch arg gelitten und schon dachte man ein Fluch liegt hier vergraben oder eine Wasserader hindert das Feng-Shui so zu fliessen, dass es Gold und Manna regnet und ein Restaurant Versuch nach dem anderen scheiterte, übrigens meist zurecht an den bisher eher blöden Konzepten.

Die jetzigen Macher setzen auf 80er Mucke mit einer etwas öddeligen/kargen Einrichung und sind damit schanzenlook-kompatibel, was sicher auch die sofortige Annahme bewirkt hat und siehe da es funktioniert. Man sitzt drin und hat das Gefühl die Kneipe wäre hier immer schon gewesen.

Zu Essen gab es natürlich auch und man muss sagen, hey.. da versucht jemand an Soul Kitchen anzuknüpfen und nicht nur Döner und Burger anzubieten, sondern Ausgewähltes und interessant Zusammengestelltes. Leider war heute weder Zeit noch Hunger noch Bonität alles durchzukauen. Aber immerhin – die zwei Teile die wir gewählt haben waren zwar klein aber dafür sehr fein. Es gibt auch eine lustige Weinkarte mit den üblichen netten lyrischen Ergüssen wir „spritziger junger Franzose der im Abgang kräftiger ist als man denkt“.

UPDATE September 2010: Der Charme der Kneipe hat gelitten, denn es stehen jetzt Esstische mit Tischdecken dicht gedrängt bis zum Eingang. Der Tresen stört fast, denn das Hate Harry ist zum Pizza Restaurant geworden. Schade – uns hat es vorher besser gefallen. Ein interessante Entwicklung gab es trotzdem: Die Kellnerinnen haben offenbar Anweisung alle das gleiche schwarze Kleid anzuziehen und blickdichte Strümpfe zu tragen. Jetzt sehen sich die jungen hübschen Damen noch ähnlicher.