Unboxing

Dem mordenen Kunden, der viel bei bekannten Internetversandhäusern bestellt, feht eines: Das Einkaufserlebnis. Kein Betreten des Trendgeschäfts, kein gutes Gefühl beim Eigentumerwerb an der Kasse und auch kein Nachhausetragen des neuen Besitzes in einer schicken Tüte. Wir holen statt dessen anonyme Kisten aus der Packstation, oder lassen sie von netten Nachbarn annehmen.

Aber es gibt Kompensation: Unboxing! Früher hieß das schlicht auspacken, aber heute ist das eine eigene Disziplin, mit vielen Suchergebnissen bei Google.

Zum Bespiel diesem hier,

Ich präsentiere heute, voll im Trend, das Unboxing meines neuesten Küchenhelfers als Fotostory.

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IKEA hat die Preise für Arbeitsplatten aus Quarzstein gesenkt

Im IKEA  Küchenkatalog 2011 auf Seite 47 steht, dass der laufende Meter der PERSONLIG Quarzsteinplatten „nur noch“ 180 € kostet und nicht mehr 265 € wie noch vor einigen Monaten. Die Platten haben eine gute Haptik und sehen sehr edel aus, auch wenn es kein Naturstein ist. Bis zu 3m Länge werden die Platten ohne Naht hergestellt. Man muss aber bedenken, dass man für jedes Loch für Herd oder Spüle noch einmal 60€ und für eine abgerundete Vorderkante 65€ bezahlen darf. Wer mag, kann ab Werk die Spüle für ca 220 € ohne Absatz in die Steinplatte einpassen lassen. 

Wer eine IKEA-Küche mit Steinplatte kaufen will, braucht dazu mehrere Anläufe: Nach dem ersten Besuch bei IKEA und dem Kauf der Küche im Sept. 2010 wird diese mit einer billigen Prägel Arbeitsplatte geliefert. Dann fährt man noch mal zu IKEA und bestellt das Aufmaß. Nach dem Messen durch einen Fachmann bekommt man eine E-Mail mit den Maßen der Platte und der genauen Lage der Löcher. Mit diesen Infos darf man das dritte Mal zu IKEA fahren und dort dann per Unterschrift die Platte bestellen. Ich wollte schon beim Küchenkauf alles für die Steinplatte klar machen, prallte aber an den Vorgaben des Hauses ab. Ich finde, dass IKEA es seinen Kunden nicht so schwer machen müsste.

Ein Küchenkauf bei IKEA ist wirklich ein Abenteuer: Beim ersten Liefertermin der Küche hat die bekannte Logistikfirma die Lieferung abgebrochen, weil sie keinen Parkplatz gefunden hat (?). Beim zweiten Mal wurde dann problemlos in zweiter Reihe geparkt und geliefert. Die Komplettinstallation (Grundgebür (129 €) plus 3 laufende Meter Küchenzeile (3 x 149€) kostete ca. 580 Euro. Das finde ich ganz schön viel. Dann kam der Mann für das Aufmaß der Steinplatte, beschäftigte sich 30 Minuten in meiner Küche mit dem Messen und bekam 70 Euro dafür. Das Geld bekomme ich zwar wieder, aber nur, wenn ich die Steinplatte bezahlt habe, also beim 4. IKEA Besuch. Leider war das Aufmaß falsch und die nach 7 Wochen Wartezeit angelieferte Steinplatte wurde wieder mitgenommen weil sie nicht paßte. Die beiden Lieferanten grinsten so breit, dass ich sicher bin, dass das kein Einzelfall war. Die Steinplatte zu installieren hätte noch mal die Grundgebühr (129€) plus 2 Mann x 2 Stunden (4 x 40 €) Arbeit gekostet. Weil ich mich beschwert habe („Können Sie nicht die Platte und die Küche zusammen liefern?“), bekam ich die zweite Grundpauschale für die Installation als Einkaufsgutschein in Aussicht gestellt. Aber erst einmal muss ich diese bezahlen. Jetzt kommt noch mal jemand zum Nachmessen (kostet ausnahmsweise nichts, dafür einen weiteren sinnvoll verbrachten Urlaubstag) und die Platte wird ein zweites Mal geliefert. Das heißt, ich muss noch zwei Tage mehr drangeben, weil IKEA nicht ordentlich messen kann. Dafür will ich auch einen Rabatt, denn ich habe ja einen Verdienstausfall. Warum muss das so schwer sein, eine IKEA-Küche zu bekommen?? Ich finde das passt nicht zum schwedisch-leichten Image von IKEA.

Jetzt Anfang Feb. 2011 ist die Platte endlich da und eingebaut. Es wurde dieselbe Platte, die beim ersten Mal wieder mitgenommen wurde, ein zweites Mal gebracht. Dann kam eine Firma mit Steinsäge, schleppte die Platte wieder aus der Wohnung raus und hat draußen einen Zentimeter abgesägt, hochgeschleppt und eingebaut.  Jetzt passt die Platte. Die haben mir die ganze Küche beim Einbau wieder auseinander genommen und alle Elektrogeräte bewegt. Deshalb hat der Spaß auch mehrere Stunden gedauert. Den Einbau (ca. 289 €) musste ich wegen des ganzen Hin-und-hers nicht bezahlen und die im Vorwege erlassene Grundgebühr wurde zu einem Einkaufsgutschein umgewandelt. Insgesamt zeigte sich IKEA kulant und ich bleibe weiterhin gerne Kundin – schon alleine um meinen Gutschein einzulösen.

Zwischen Küchenbestellung im September 2010 und Einbau der Platte im Februar 2011 lagen nun allerdings 5 Monate, was Frau evtl vor der Küchenrenovierungsplanung gerne gewußt hätte

Mehr Renovierungs- und Einrichtungstipps:

Mit nur einem Buch zum Bookcrossing Meetup

Beim Treffen aktiver Bookcrosser werden Bücher getauscht und gefachsimpelt – über die tollen Bücher auf dem Tisch, wie man endlich die Bücherberge zu hause abbauen kann und auch über ganz normale Dinge.

Diese Treffen werden in einigen Städten regelmäßig veranstaltet. Termine gibt es hier. In Hamburg werden die Meetups im Forum angekündigt und man trifft sich zum Beispiel im Hadleys Beim Schlump oder in der Blauen Blume in der Gerichtsstraße. Neulinge sind immer gern gesehen und es gilt als „höflich“ möglichst viele Bücher mitzumnehmen, denn die alten Hasen unter den Crossern haben eine Buddha-gleiche Gelassenheit entwickelt und nehmen gar keine Bücher mehr mit oder tauchen mit nur einem Buch in der Hand auf und wollen auch partout nur eines wieder mitnehmen, um ihre Bücherbilanz nicht zu gefährden. Zum Glück sind sie meistens in der Minderzahl und es türmen sich schnell hohe Bücherstapel auf, die immer reihum auf dem Tisch weiter geschoben werden. Wie durch Zauberei verschwinden die meisten Bücher nach und nach in den diskret platzierten Büchertaschen und wechseln so den Besitzer. Wer will, kommt auf diese Weise mit 20 neuen Büchern nach hause und hat genug Lesestoff bis zum nächsten Meetup.

Schräge Sache: Humanclock

Ich bin immer wieder beeindruckt von der Kreativität der Leute und ihren genialen Ideen so wie Humanclock und Humancalendar. Der Schöpfer beider Projekte Craig Giffin schreibt auf seiner Seite, dass er sich von der Anfangssequenz der Brady Family inspiriert fühlte als er den Humancalendar erfunden hat. Erinnern Sie sich an diese amerikanische TV-Serie aus dem Jahr 1995? Den Kalender kann man übrigens ganz einfach als Widget in WordPress einfügen.

Für den Kalender muss Craig Giffin die Fotos aus naheliegenden Gründen selber machen. Für die Human Clock, die es sogar in einer analogen Version gibt, können ambitionierte Fans Uhrzeitfotos einsenden und tun das auch zahlreich. Alle digitalen Uhrzeiten sind mehrfach belegt und man kann auf Humanclock.com minütlich unter mehreren eingesandten Fotos wählen. Auf den Bildern muss eine Uhrzeit erkennbar sein und um dem humanen Gedanken zu folgen ist mindestens ein Mensch im Bild nicht schlecht – muss aber wohl nicht sein.

Käsefüße vor OSM

Jede Woche hat unser Blog etwa 200 Pageviews. Jetzt im Winter ist keine Caching-Saison und daher treten andere Themen in den Vordergrund. Ganzjährig beliebt ist unser Beitrag über OSM Karten für den Garmin. In dieser Woche wurde er knapp geschlagen vom Käsefuß-Artikel, der eigentlich auch besser in den Sommer passt. Einkaufen bei Ikea und Diätfrei abnehmen gehören zu den Themen die uns und unsere Leser bewegen.

Eine beliebte Kneipe am Hamburger Pferdemarkt beschert uns regelmäßig Besucher, genau wie die Artikelreihe „Publizieren in der Wissenschaft„. Unverständlicherweise weniger beliebt ist der Gurkenfahrstuhl und Wissenwerstes über das  Ideal Standard Bad.

Wir danken unseren 200 wöchentlichen Besuchern und laden Sie ein, in der nächsten Wochen wieder zu kommen. Wir freuen uns auf Sie!

Soziologie unter der Zimmerdecke

Wer hat die Lampen in Ihrer Wohnung ausgesucht? Waren Sie das selbst, oder war das Ihre bessere Hälfte? Das machte einen Unterschied, denn es gibt Männerlampen und es gibt Frauenlampen. Für das Feng Shui einer Wohnung ist es wichtig, dass die Lampen zum Bewohner bzw. zur Bewohnerin passen.
Männerlampen sind sachlich, auf ihre Funktion reduziert, in erster Linie hell, oft aus Metall und flach an die Decke gedrückt. Der klassische Halogenstrahler ist ein typische Beispiel für Männerlampen. Alle Seilzugsysteme gehören dazu und die „nicht-Lampe“ also eine Renovierungsfassung.

Frauenlampen sind dagegen rund, organisch und hängen oft von der Decke herab. Kronleuchter, Glitzerkram, Blümchenpompons oder Lampen aus Holz und Papier sind Frauenlampen. Alles was Farbe hat und den Raum freundlich ausleuchtet wird von Frauen bevorzugt.

Ich bin eine Frau und habe nach meinem Umzug in meine neue Wohnung mehrere Deckenstrahler und schlichte 5-Euro-Flurleuchten übrig. Komisch – die mag ich in meiner neuen Wonung nicht mehr sehen. Der geneigte Leser kann den Grund dafür sicher erahnen.

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Hamburger Profil – eine Stadt liegt mir zu Füßen

Auf der Suche nach passenden Sockelleisten fürs Parkett begegnet einem nicht nur in Hamburg das „Hamburger Profil“. Dabei handelt es sich um eine elegante Sockelleisten-Form die unten glatt beginnt und oben in zwei Schwüngen ausläuft. Ein sehr schickes Design, das besonders gut mit Altbauwohnungen harmoniert, aber auch zu Parkett im Neubau passt. Aus MDF in weiß ist diese Leiste nicht mal teuer, sieht aber prima aus. Weiße Fußleisten führen optisch die Line der weißen Türrahmen um das Zimmer herum und passen gut zu jeder Wandfarbe.

Ich habe erst über Holz-Sockelleisten nachgedacht, aber bin jetzt froh mich für das Hamburger Profil in weiß entschieden zu haben. Zusammen mit meinem geölten Eichenparkett Landhausdielen sieht das super aus.

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